Vergiss Neujahrsvorsätze!

Wie du dein Gehirn austrickst, um deine Ziele zu erreichen!

Dieses Jahr ist anders. Ab jetzt wird sich alles ändern. Das ist dein Jahr! Du stehst früher auf, nimmst dir Zeit für ein gesundes Frühstück und Joggen gehört ab sofort zu deinem Morgenritual. Frisches Obst und Gemüse stehen auf deiner Tagesordnung und Schokolade auf deinem Speiseplan nichts zu suchen. Auch lange Partynächte und tägliche Serienmarathons gehören nicht mehr zu deinem neune Lifestyle. Statt dem gemütlichen Abend auf der Coach steht das Fitnessstudio am Programm. Aus mit dem stundenlangen surfen auf Facebook und Instagram. Du willst deine Zeit sinnvoll nutzen und dich auf deine Ziele fokussieren. Als Belohnung gönnst du dir Zeit für dich, Ruhe, Entspannung und Spaziergänge an der frischen Luft.

Aber erst ab nächster Woche! Denn heute ist ja noch das Mittagessen beim Lieblingsitaliener geplant. Außerdem ist am Wochenende die Geburtstagsfeier von dem besten Freund, das muss mit ausgiebig Alkohol gefeiert werden. Und den Kuchen der Arbeitskollegin muss man auch noch unbedingt kosten.

Jedes Jahr aufs Neue - Warum wir uns immer das gleiche vornehmen!

Kommt dir das bekannt vor? Bist du motiviert 2019 dein Leben in die Hand zu nehmen, dein Vorhaben in die Realität umzusetzen und deine schlechten Angewohnheiten hinter dir zu lassen?  Wenn genau das auch deine Ziele für 2019 sind, bist du nicht allein!

Seit es Neujahrsvorsätze gibt, nehmen wir uns Jahr um Jahr genau das gleiche vor. Seit 20 Jahren schaffen es immer die gleichen Vorsätze auf die obersten Plätze: Das zeigt, wie schlecht wir darin sind unsere Vorsätze umzusetzen. Denn würden wir Menschen uns an unsere Neujahrsvorsätze halten, dann müssten wir sie uns nicht jedes Jahr aufs Neue vornehmen!

Leider verhindert unser Gehirn ziemlich effektiv, dass wir all diese großartigen Vorhaben in die Realität umsetzen. Du musst wissen, dass dein Gehirn alles tun wird, um zu verhindern, dass du etwas an deinem Leben änderst. Vor allem wenn es anstrengend und mit Aufwand verbunden ist. Wenn es leicht wäre, müsstest du es dir auch nicht extra vornehmen – Jahr für Jahr.

Dein Leben auf Autopilot

Der Grund, dass unser Gehirn uns immer wieder einen Strich durch die Rechnung macht, liegt viele Jahrtausende zurück! Evolutionär gesehen ist es überlebensnotwendig sparsam mit unseren Energieressourcen umzugehen und uns nicht in Gefahr zu begeben. Daher schaltet unser Gehirn auf den Autopiloten, um nicht unnötig Ressourcen zu verschwenden.

 „Angelernte Gewohnheiten laufen automatisch ab und werden nicht mehr hinterfragt oder analysiert. Deshalb sind sie so schwierig zu ändern.“

Ein typisches Bespiel für den Autopiloten sind unsere Gewohnheiten. Dabei handelt es sich um angelernte Verhaltensmuster, die immer nach dem selben Reaktionsschema ausgeführt werden und wie ein automatisches Programm ablaufen. Vor allem Gewohnheiten, die mit einem Geschmack oder Geruch zusammenhängen, prägen sich tief in unser Unterbewusstsein ein. Das Gehirn geht immer den Weg des geringsten Widerstandes. Deshalb sind Gewohnheiten auch unglaublich praktisch, denn alles was auf Autopilot läuft, kostet kaum Energie.

Die gute Nachricht: Es dauert nur 21 Tage, um eine neue Gewohnheit zu erlernen und somit eine alte zu brechen.

Mach dein Gehirn zu deinem Diener

Um schlechte Verhaltensmuster zu brechen muss du mit der richtigen Struktur vorzugehen. Dafür musst du zwei Dinge wissen:

  • Was genau ist eine Gewohnheit und wie funktioniert sie?
  • Wie kommuniziert man am besten mit dem Gehirn?

Schauen wir uns zuerst die Verhaltenspsychologie der Gewohnheiten etwas genauer an.

Gewohnheiten bestehen aus 3 Teilen:  

 

 

#1 Auslöser

Der Auslöser ist ein Reiz bzw. Signal, der die „Gewohnheitskasskade“ in Gang setzt. Ab dann gibt es kein Zurück mehr. Der Reiz kann visuell oder ein Geruch, ein Gefühl oder ein Ton sein. Dieser Reiz spricht dein Unterbewusstsein an und du führst die nachfolgende Handlung wie ferngesteuert aus.

#2 Handlung

Die Handlung ist die Gewohnheit selbst. Also das Verhaltensmuster, dass du ganz unbewusst ausführst und welches vom Gehirn auch nicht mehr in Frage gestellt wird.

#3 Belohnung

Nachdem das Verhaltensmuster erfolgreich ausgeführt wurde, erwartet sich dein Unterbewusstsein eine Belohnung. Meistens ist das ein bestimmtes Gefühl, das durch die Produktion von Glückshormonen ausgelöst wird. Das Gemeine ist, auch wenn du nur an den Reiz denkst, werden Botenstoffe produziert, die sich wie die Belohnung anfühlen. Dadurch wird das Verlangen hervorgerufen deine Gewohnheit auszuführen.

Es läuft so:

Du hast Hunger und öffnest den Vorratsschrank. Du bist auf der Suche nach etwas Gesundem doch plötzlich siehst du die Tafel Schokolade. Unbewusst wird durch diesen Reiz die Gewohnheit ausgelöst, die Schokolade zu essen. Schon im Vorfeld werden Glückshormone freigesetzt wie z.B. Dopamin aber auch Adrenalin.

Aber zu Beispiel auch die Benachrichtigung – also das typische „Bling“ oder die Vibration - des Handys ist ein Reiz und Auslöser dafür, zum Handy zu greifen und die Nachricht zu checken. Auch hier wird ein Cocktail an Glückshormonen ausgeschüttet.  

Nun müssen wir noch herausfinden, wie unser Gehirn arbeitet und wie wir mit ihm kommunizieren müssen.

Unser Gehirn vermeidet jede Art von Anstrengung und unnötigem Energieverbrauch. Es ist denkfaul und macht nur das Nötigste. Es liebt Belohnungen und lässt sich ziemlich leicht austricksen. Außerdem ist es oft stur, meistens auch vergesslich. Keine so großartigen Voraussetzungen, aber zum Glück kann man dem Gehirn etwas entgegenkommen. Unser Gehirn liebt nämlich Listen und Pläne, da es gerne nach Struktur arbeitet.  Um seine Ziele tatsächlich zu erreichen sollst du dir die Psychologie deines Gehirns zu Nutze machen!

5 Tipps & Tricks für eine optimale Kommunikation:

    #1 Definiere deine Ziele so, damit sie auch dein Gehirn versteht!
      • Unser Gehirn braucht eine klare Ansage. „Ich sollte abnehmen und mehr Sport machen“ ist zu ungenau.
      • Setz dir ein konkretes aber auch realistisches Ziel: Wie viel Gewicht möchtest du in welchem Zeitraum verlieren? Wie viele und welche Bücher möchtest du in bis wann lesen?
      • Im nächsten Schritt überlege dir, was für die Erreichung deines Ziels notwendig ist. Lege fest, wie oft du Sport machst, wie lange und welches Training. Überlege dir, wie du deine Essgewohnheiten anpassen kannst. Plane Zeiten ein um zu Lesen – Tag, Uhrzeit, Ort.
        #2 Das Gehirn kennt kein „Nein“!
          • Wenn ich dir sage, du sollst nicht an einen rosa Elefanten denken, an was denkst du? Siehst du! 😉
          • Wenn dein Ziel also lautet „Ich werde abends nicht mehr fernsehen“ dann versteht dein Gehirn einfach nur „fernsehen“.
          • Finde einen Ersatz. Frage dich was du statt deiner alten Gewohnheit machen möchtest. Eventuell könnte dein Ziel so definiert sein: „Jeden Abend gehe ich um 21 Uhr ins Bett und lese ein Buch!“ oder „Ich gehe jeden Morgen 20 Minuten Laufen!“
            #3 Kalendereinträge und Listen sind unerlässlich!
              • Bringe deine Ziele und deinen Aktionplan auf Papier. Aufschreiben signalisiert deinem Gehirn, dass es sich um etwas Wichtiges handelt. Hänge dir deinen Actionplan dort auf, wo du ihn jeden Tag siehst!
              • Trage dir deine Vorhaben in den Kalender ein. Durch den Eintrag wirst du an dein Vorhaben erinnert. Außerdem ist dein Gehirn darauf programmiert Termine einzuhalten, dadurch fällt dir die Umsetzung leichter.
              • Stell dir außerdem einen Wecker und benenne diesen nach deiner Aktivität.
                #4 Mach es dir so einfach wie möglich!
                  • Vermeide Reize, die dein Gehirn an alte Gewohnheiten erinnern. So ist die Chance größer nicht in alte Gewohnheiten zurück zu fallen.
                  • Kaufe keine Süßigkeiten, lege Trainingsgewand schon am Vorabend bereit, leg dir dein Buch auf dein Kopfkissen oder stelle den Fernseher eventuell in einen anderen Raum.
                    #5 Finde dein „Warum“
                      • Natürlich weißt du, dass Sport, gesunde Ernährung und Lesen statt Fernsehen gut für dich sind. Leider lässt der Belohnungseffekt aber etwas auf sich warten. Bei Schokolade oder deiner Lieblingsserie ist die Belohnung sofort zu spüren. Deshalb frage dich, welche konkreten Vorteile es für deine Gesundheit und deine Karriere hat, deinen Lebensstil zu ändern und deinen neuen, gesunden Gewohnheiten treu zu bleiben.
                      • Schreibe dir dein „Warum“ auf und visualisiere es mit Bildern, die dich an deine Ziele erinnern. Wenn du jeden Tag dein Ziel vor Augen hast, ist es einfacher deine Gewohnheiten auch langfristig umzusetzen.

                      Wenn du ernsthaft was ändern willst, starte JETZT – nicht morgen!

                      Dein Lifestyle ist dein individueller Stil, wie du dein Leben lebst! Was du tagtäglich tust und denkst, macht dich zu dem Menschen der du bist! Nur du bist verantwortlich für dein Wohlbefinden. Dein Leben ist deine Eigenverantwortung. Wesentlich um deine Ziele zu erreichen ist, die Psychologie deines Gehirns zu verstehen. Es ist nicht einfach alte Gewohnheiten zu brechen - aber es ist möglich.

                      Finde heraus, welche Reize deine schlechten Gewohnheiten auslösen und eliminiere sie. Definiere deine Ziele konkret und richtig (rosa Elefant!) und schreib dir auf, welche Schritte notwendig sind, um deinen Zielen näher zu kommen. Trage dir diese in deinen Kalender ein oder führe eine Liste. Visualisiere dein Warum mit Bildern und hänge sie an einem Ort auf an dem du sie jeden Tag siehst. Mach es dir einfach indem du dir Sportschuhe, gesundes Essen, Bücher schon am Vortag zurechtlegst.

                      Kathi Hönig

                    • Tags: Erfolg, Gewohnheiten, Real Energy, Vorsätze, Ziele
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